Forscher untersucht Sortierprozesse an Schulen

Bericht: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Auf welche weiterführenden Schulen gehen Schülerinnen und Schüler? Wie werden sie auf verschiedene Klassen verteilt? Welche Auswirkungen haben solche Sortierprozesse hinsichtlich Ungleichheit und Zusammenhalt einer Gesellschaft? Solche Fragen untersucht Dr. Hanno Kruse an der Universität Bonn. Der Soziologe leitet die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe “Sortier- und Peerprozesse in der Schule” (SPINS). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe mit rund 1,5 Millionen Euro. … weiter


Quelle: www.uni-bonn.de

 

Lerntypen – Warum es sie nicht gibt und sie sich trotzdem halten

In der Ausgabe 3/2022 des Magazins „The Inquisitive Mind“ veröffentlichten Dr. Martin Daumiller & Dr. Benedikt Wisniewski den oben genannten Artikel. Im Vorwort heißt es:

„Es ist ein verbreiteter Mythos, dass für optimales Lernen individuelle Lerntypen (z. B. visuell) identifiziert und gezielt unterstützt werden sollten. Die wissenschaftlichen Befunde zeigen klar, dass eine Ausrichtung von Lernumgebungen an „Lerntypen“ keine förderlichen Effekte hat. Wieso hält sich der Mythos dennoch so hartnäckig und was können wir dagegen tun?“ (Quelle: https://de.in-mind.org/article/lerntypen-warum-es-sie-nicht-gibt-und-sie-sich-trotzdem-halten)

zum Artikel: Lerntypen – Warum es sie nicht gibt und sie sich trotzdem halten

 

Warum das kindliche Gehirn mühelos Grammatik lernt

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Wer schon einmal eine Fremdsprache gelernt hat, weiß, wie mühsam es ist, sich Vokabeln und Grammatik anzueignen. Im Gegensatz dazu erwerben Kinder ihre Erstsprache scheinbar mühelos. Bereits mit vier Jahren sprechen viele Kinder meist fehlerfrei und greifen auf einen großen Wortschatz zurück. Doch wie kann das Gehirn das leisten? WissenschaftlerInnen des MPI CBS beschreiben nun in einer Studie im Journal „Cerebral Cortex“, dass die Entwicklung der Sprachfähigkeit von Drei- bis Vierjährigen mit der Reifung von Hirnarealen innerhalb desselben Sprachnetzwerkes einhergeht, welches auch bei Erwachsenen für das Verstehen und Produzieren von Sprache verantwortlich ist. … weiter


Quelle: www.cbs.mpg.de

 

Psychologie: Was Blicke über uns verraten

Bericht: Technische Universität Dresden

Eine neue Studie der TU Dresden zeigt, dass Augenbewegungen bei der Bearbeitung von Aufgaben Auskunft darüber geben, womit sich die jeweilige Person gerade beschäftigt und welche Ziele innerhalb der Aufgabe verfolgt werden. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig bei der Organisation von Bildschirmarbeit eine Rolle spielen.

Wir bewegen unsere Augen ständig, um wichtige Informationen aus der Umwelt zu erhalten. Die Messung von Augenbewegungen erlaubt Rückschlüsse darauf, wie Informationen verarbeitet werden. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass neue visuelle Informationen zu einem bestimmten Muster an Bewegungen führen. … weiter


Quelle: www.tu-dresden.de
Bild von Yo David Soto auf Pixabay 

 

Weissensee

Die Fernsehserie „Weissensee“ ist eine Serie im Ersten, die im Abendprogramm ausgestrahlt wurde, und zwar jeweils im September 2010, 2013, 2015 und Mai 2018.

Es gibt in der Zwischenzeit 4 Staffeln mit je 6 Episoden. Es geht um die Geschichte der DDR und der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), den Mauerbau und die Maueröffnung, der Stasi, des Zusammenbruchs der DDR, der Einführung der D-Mark und der Entwicklung der Familie Kupfer in Ostberlin in all den Jahrzehnten bis nach der Wiedervereinigung. Man könnte eigentlich von einer Art Familiensaga sprechen, einbettet in das SED-System.

Schöpferin der „Serie“ ist Annette Hess, die Regie führte Friedemann Fromm. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, ein Experte für die Aufarbeitung der Geschichte der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) beriet die Serie wissenschaftlich. 

Wer alle Staffeln und Episoden gesehen hat, bekommt mehr als einen Eindruck vom Leben bestimmter Kreise, von Machenschaften und der Unterdrückung in der DDR, aber auch von vielen menschlichen Seiten im „realen Sozialismus“. Hervorragend gespielt und aufgebaut.

Es ist fast ein Muss, die Serie anzuschauen, nicht nur aus geschichtlichen Gründen, sondern auch um die Entwicklung von Charakteren im diktatorischen und dogmatischen Staat verfolgen und besser verstehen zu können.

Derzeit kann man in der Mediathek alle Folgen bis zum 23.3.2023 anschauen. Die nachfolgenden Links zeigen jeweils den ersten Teil der Staffel. Von da  aus sind alle Teile der jeweiligen Staffel aufrufbar. Jede Folge dauert rund 48 Min. 

Die erste Staffel spielt in den 1980er Jahren (ab S01/ E01)

Die zweite Staffel, ab Ende der 1980erJahre (ab S02/ E01)

Die dritte Staffel bis zum Zusammenbruch der DDR (ab S03/ E01)

Die vierte Staffel, die die Zeit ab der „Wende“ zeigt (ab S04/ E01)


 

Die Serie eignet sich übrigens auch hervorragend für die Verwendung im Klassenzimmer ab der 9./10. Klasse. 


 

 Über die Seite mediathekviewweb.de können die Filme downgeloaded werden.
→ Hier findet sich eine einfache Anleitung!


Günther Schmidt-Falck

 

 

 

Aufwachsen von Jugendlichen mit Behinderung

Deutschlandweite Befragung von fast 2.700 Jugendlichen mit Behinderung zeigt Vielfalt ihrer Lebenswelten

Bericht: Deutsches Jugendinstitut

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Jugendliche mit geistiger Behinderung von der digitalen Transformation der Gesellschaft ausgeschlossen werden könnten. Und inklusiv beschulte Jugendliche häufiger Ausgrenzung oder Diskriminierung in der Schule erleben als diejenigen in Förderschulen. Dies sind zwei Ergebnisse der breit angelegten Studie „Aufwachsen und Alltagserfahrungen von Jugendlichen mit Behinderung“, die das Deutsche Jugendinstitut (DJI) im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung durch­geführt hat. Fast 2.700 Jugendliche mit Behinderung der siebten bis zehnten Klasse wurden hierfür deutschlandweit zu den Themenbereichen Freizeit, Freundschaften und soziale Beziehungen sowie Autonomie und Verselbstständigung befragt. … weiter

   Ergebnisbericht der Studie „Aufwachsen und Alltagserfahrungen von Jugendlichen mit Behinderung“


Quelle: www.dji.de

 

„Wir brauchen neue digitale Kompetenzen“

Mikro Micro

 

Unter diesem Titel antwortet Anastasia Kozyreva am 21.11.2022 im Interview auf der Seite des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, mit welchen Strategien man mehr Kontrolle über die eigene Online-Mediennutzung gewinnen kann.

 

„In Deutschland verbringen Menschen laut Statista rund fünfeinhalb Stunden täglich online. Viele merken zwar, dass ihnen das nicht gut tut, schaffen es aber nicht, den Computer auszuschalten oder das Handy wegzulegen. Forschende aus Berlin, Stanford und Bristol haben eine Strategie erarbeitet, die das erleichtern soll.“ (Quelle: https://www.mpib-berlin.mpg.de/1576246/news_publication_19513792_transferred)

zur Interviewseite mit Anastasia Kozyreva (print-Version)

 

Vortrag: Den Schmerz der Anderen begreifen

Der Utopische Raum. Charlotte Wiedemann und Annette Knaut über den transkulturellen Diskurs als konkrete Utopie

Wann: Mittwoch, 25.01.2023, 19:00 Uhr
Wo: medico-Haus (ggü. Nr. 11),  Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt


Die Veranstaltung wird zusätzlich auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt.


Inhalt: „Den Schmerz der Anderen begreifen“, das neue Buch von Charlotte Wiedemann, ist ein engagiertes Plädoyer für eine neue Erinnerungskultur, für die Utopie eines „Weltgedächtnisses“. Um sich diesem Ziel anzunähern, so Annette Knaut, ist es notwendig, „den eigenen Ort des Sprechens zu verlassen“ und über neue Formen grenzüberschreitender Öffentlichkeiten nachzudenken. Wie könnten derart „transkulturelle Diskursräume“ aussehen? Was sind die Konturen eines „Weltgedächtnisses“? Welche Werkzeuge, welche Medien sind dafür nötig?

Veranstalter:
Die Initiative „Der utopische Raum“ ist eine Kooperation der Stiftung medico international, des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Sie wird getragen von Sidonia Blättler, Almut Poppinga und Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung), Thomas Gebauer und Ramona Lenz (Stiftung medico international), Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau) sowie dem Historiker Gottfried Kößler und der Literaturagentin Nina Sillem.

 

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