von Gabriele Frydrych

Im Feuilleton schreibt ein Journalist von „traumatisierten Jugendlichen“. Sicher meint er Kinder von drogenabhängigen Eltern, von psychisch kranken oder gewalttätigen Eltern. Nein, viel schlimmer: Die zarten Kinderseelen in diesem Artikel wurden in der Schule mit klassischen Dramen gequält. Schillers „Räuber“ und Kleists „Zerbrochener Krug“. Und als der Lehrplan ein Jahr später ein modernes Theaterstück vorschreibt, behandelt die Lehrerin Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“. Ein Stück aus dem Jahre 1956: Da stöhnt die Urgroßmutter hinterm Ofen: „Das hatten wir damals auch schon. Ist das immer noch so langweilig?“

Finn-Levin zitiert im Unterricht triumphierend diesen Ausspruch der Uroma. Die Deutschlehrerin denkt mal wieder resigniert an den großen Aufklärer Lichtenberg: „Ein Buch ist ein Spiegel. Wenn ein Affe hineinsieht, kann kein Apostel herausgucken.“ … weiter


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Bericht: Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Die Vermittlung von Medienkompetenz falle zu guten Teilen in den Aufgabenbereich des Faches Deutsch und sollte in der Grundschule vor allem auf Rezeptions- und Reproduktionskompetenz zielen, sagt die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Carmen Spiegel. Allerdings sei die Infrastruktur in vielen Schulen veraltet und Lehrpersonen häufig überlastet. Auch seien viele Eltern gegen die Nutzung digitaler Medien im Unterricht. … weiter


Quelle: www.ph-karlsruhe.de
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