07. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Mit 100 Stellen ab 2018 wird der Lehrkräftemangel an Grund-, Mittel- und Förderschulen nicht behoben · Kategorien: Bildung und Soziales, Meinungen und Kommentare · Tags: , ,

Die GEW Bayern zum „Bildungspäckchen light“

Mitteilung: GEW Bayern

Das Bildungspäckchen der CSU-Landtagsfraktion wird den Lehrkräften und Schüler*innen in den Realschulen, Berufsschulen und FOS/BOS nicht die dringend notwendige Entlastung und Verbesserung bringen. Nach dem jetzt vorgestellten Bildungspaket der CSU-Landtagsfraktion sollen an Grund- und Mittelschulen lediglich 50 zusätzliche Stellen ab 2018 für die Mobile Reserve und 50 Stellen zusätzlich an Förderschulen geschaffen werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern sieht dies, gerade in der aktuellen Situation, als völlig unzureichend an. Weiterlesen »

13. September 2015 · Kommentare deaktiviert für GEW Bayern zum Schuljahresbeginn: 2200 neue Stellen sind notwendig · Kategorien: Arbeitsplatz, Bildung und Soziales · Tags: ,

GEW-Logo_2015_55Prekäre Beschäftigung an Schulen muss beendet werden

Mitteilung: GEW Bayern

Die wirklich ausreichende Personalausstattung der Schulen ist die drängendste Frage für die aktuelle Bildungspolitik in Bayern. Zum  Schuljahresbeginn wird gerne alles auf diese Frage zugespitzt:
Sind die Schulen gut gerüstet? Vor allem: Gibt es dort ausreichend viele Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen?
Über diese entscheidende Fragestellung hinaus müssen aber nach Auffassung der GEW die Frage nach der Bildungsgerechtigkeit (hohe soziale Selektivität) und die deutlichen Probleme des zergliederten Schulsystems in Bayern (z. B. der Übertrittsdruck an den Grundschulen) größere Aufmerksamkeit erfahren.

 

„Nur mit deutlich mehr Pädagog*innen kann die Arbeit an den Schulen mit allen bereits bestehenden Aufgaben gut laufen“, sagte Elke Hahn, Geschäftsführerin der GEW Bayern, am Freitag in München. Nur so könne es auf den „Baustellen“ Inklusion, Ganztag, Schulplätze für Flüchtlinge, individuelle Förderung, Senkung der Klassengrößen, grundlegende Neuausrichtung des bayerischen Gymnasiums und Erhalt von Schulen auf dem Land wirklich vorangehen. 

Die riesige personelle Lücke  an den bayerischen Schulen war schon lange da, bevor die Zuwanderung aus Bürgerkriegsgebieten den aktuellen Anstieg erreichte. Doch jetzt gilt umso mehr: Die Flickschusterei in der bisherigen CSU-Schulpolitik muss ein Ende finden. Die dazu notwendige finanz- und bildungspolitische Neuorientierung sollte gleich jetzt im Herbst bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt 2016 beginnen. Als einen ersten Schritt fordert die GEW Bayern die Schaffung von mindestens 2200 zusätzlichen Planstellen bis 2018. Es müssen Mittel für rund 1000 neue Stellen als Sofortprogramm für Flüchtlinge an Berufsschulen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sind bereits für eine minimale Weiterentwicklung von gebundenen Ganztagsklassen, Inklusion und individueller Förderung mindestens 1200 neue Stellen nötig. 

Angesichts des hohen pädagogischen Bedarfs an Lehrkräften ist die hohe Arbeitslosigkeit von jungen Lehrer*innen ein Skandal.  Nur drei Prozent der erfolgreich ausgebildeten jungen Realschullehrkräfte hat der Freistaat aktuell eine feste Stelle angeboten, von den jungen gymnasialen Deutschlehrer*innen nur einem Prozent! Allerdings sei es nicht damit getan, nur befristete Verträge und halbe Stellen zu vergeben, sagt Bernhard Baudler, bei der GEW Bayern zuständig für öffentliche Schulen: „Die befristeten Verträge machen den jungen Kolleg*innen fast jede Lebensplanung unmöglich. Prekäre Beschäftigung an den Schulen des Freistaats, auch über externe Träger, darf es nicht weiter geben.“

Bayern hatte zuletzt Rekordsteuereinnahmen, mit einer Zunahme um 24 Prozent. Das Geld wäre da. Es ist klar, dass hier in Zukunft laufend größere Beträge notwendig sind. Das Bildungssystem in Bayern ist chronisch unterfinanziert. Wie diese Ausgaben gegenfinanziert werden können, hat die GEW in einem detaillierten Steuerkonzept dargelegt. 

Die GEW lehnt alle Überlegungen für die Aussetzung der Schul- oder Berufsschulpflicht für Flüchtlinge entschieden ab. Im Gegenteil: Schulbesuch muss allen schulpflichtigen Flüchtlingen ermöglicht werden. Die nach Auffassung der GEW rechtswidrige Praxis der „Befreiung“ von Flüchtlingen von der Berufsschulpflicht ist zu beenden. Nach ihren eigenen Angaben stellte die Staatsregierung im Juli 2015 weniger als 25 Prozent der berufsschulpflichtigen Flüchtlinge einen Schulplatz zur Verfügung.

PM Nr. 14 v. 11.9.2015
Elke Hahn
GEW Bayern
www.gew-bayern.de
Hervorhebungen: Redaktion GEW AN

 

 

13. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für CSU-interne Beschlüsse reichen nicht: GEW Bayern fordert Planungssicherheit für die Schulen und zusätzliche Stellen für Lehrer*innen · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: ,

Mitteilung: GEW Bayern

Schon frühmorgens melden die Medien, dass nun angeblich doch keine Lehrer*innen-Stellen gestrichen werden sollen. Das Kultusministerium vermeldet auf seiner Homepage weiterhin: frei werdende Stellen würden lediglich „im Bildungssystem“ bleiben.

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02. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Resolution der abl, des BLLV und der GEW zu den geplanten Streichungen von Lehrerstellen · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: ,

Am 31.1.2014 verfassten der abl (Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände – dazu gehören der Bayerische Philologenverband,  der Bayerische Realschullehrerverband,  die Katholische Erziehergemeinschaft Bayern,  der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern), der BLLV (Bayerischer Lehrer und Lehrerinnenverband) und die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) die folgende Resolution:

Angesichts der neuesten Meldungen der Bayerischen Staatsregierung, die erstmals seit Jahren die Kürzung von Lehrerstellen angekündigt hat, zeigen sich die bayerischen Lehrerverbände erschüttert, verärgert, getäuscht und betroffen. Dass ein Teil der sogenannten demografischen Rendite zum 1. August 2014 in Form von 830 Lehrerstellen gestrichen werden sollen, sei ein volkswirtschaftlicher Wahnsinn. … weiter mit der Resolution
 

02. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Zahlenchaos bei Lehrerstellenkürzung · Kategorien: Studium und Referendariat · Tags: ,

Das Bayerische Fernsehen sendete am 30.01.2014 um 18:00 Uhr einen höchst interessanten Bericht:

Wie viel Lehrerstellen wird es jetzt in Zukunft geben? Mit dieser Frage beschäftigte sich heute der Bildungsausschuss im Landtag. Anlass war die Äußerung von Kultusminister Spänle am letzten Wochenende, gut 800 Lehrerstellen zu streichen.

Redaktion: Matthias Keller-May

Film ansehen (2 Min.)

► Download (Rechtsklick und dann "… speichern unter"): Film als Podcast (mp4)

► Link: zur Podcastseite des BR (Schulpolitik – Zahlenchaos bei Lehrerstellenkürzung – 30.01.2014)

► Download des Vorgängerberichts (Rechtsklick…):  "Virtuelle Klassenzimmer" für Bayern – 28.01.2014 ("Jüngst wurde bekannt, dass der Freistaat zum 1. August über 800 Lehrerstellen streichen wird, heute beschloss das Kabinett, dass alle Schulen mit einem umfassenden Bildungsportal digital "aufgerüstet" werden sollen. Wie geht das zusammen?")

18. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert für GEW fordert neue Einstellungspolitik für LehrerInnen · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: ,

In den letzten Tagen wurden wieder einmal erschreckende Zahlen bekannt. Danach werden im Februar erneut hunderte von erfolgreich ausgebildeten
ReferendarInnen, z. T. mit Bestnoten, ihren Dienst im angestrebten Beruf als GymnasiallehrerInnen nicht antreten können. Sie werden auf der Straße stehen, weil sie angeblich nicht gebraucht werden.

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15. Dezember 2010 · Kommentare deaktiviert für Lehrerstellen in den Mangelfächern an Gymnasien werden nur noch zum Teil besetzt · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: ,

SPD-Bildungssprecher Pfaffmann kritisiert Anweisung des Kultusministeriums

Bericht: SPD Bayern Landtagsfraktion

Erneut wird die Doppelzüngigkeit der bayerischen Staatsregierung bei der Lehrerversorgung an den Schulen deutlich: Auf der einen Seite erklärt der Kultusminister der Öffentlichkeit, dass tausende neuer Stellen für die Schulen geschaffen werden. Andererseits verfügt das Kultusministerium in aller Stille, dass freie Lehrerstellen nur noch teilweise besetzt werden dürfen. Dazu SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann: „Spaenle legt jetzt der Gymnasialfamilie ein trauriges Geschenk unter den Weihnachtsbaum.“ … weiter

Quelle: PM v. 15.12.2010 – SPD Bayern Landtagsfraktion