Save the date(s) – Bildungsprotest 2024 vom 9. bis 18. Juni 2024 in ganz Bayern

Gute Bildung bringt Dinge ins Rollen – <Bildungswende Jetzt> rollt durch Bayern. Es heißt Anstoß für den Bildungswendeball, denn Bayern ist nicht Bildungseuropameister.

Ausgangssituation in Bayern
67.000 Kitaplätze fehlen in Bayern und führen damit zu fehlenden Fachkräften auch in der Gesamtwirtschaft. Lehrer:innenmangel belastet mittlerweile alle Schularten. Drohende Sprachtests in Kitas, Grundschulabitur und ein separierendes Schulsystem erzeugen Leistungsdruck und Leidensdruck für junge Menschen und Familien gleichermaßen. Die UN-Behindertenrechtskonvention und echte Inklusion werden ignoriert. Lehrpläne sind überfrachtet und machen unser Bildungssystem nicht zukunftsfähig. Alternative Schulkonzepte werden ausgebremst – genauso wie guter Ganztag.

Wo rollt der Riesenball?
Damit eine echte Bildungswende ins Rollen kommt und gute Bildung Chefsache wird, dafür rollt der 2m große Bildungswende-Ball symbolisch durch bayerische Fußgängerzonen bis er schließlich nach München in Richtung Landtag und Regierung ins Tor kommt. Auf dem Ball rollt dieses Jahr das Motto „Bildung braucht Demokratie“ mit.

Los geht es am 9. Juni 2024 in Bayreuth. (Fußgängerzone/Frauengasse, 11 Uhr)

Weitere Stationen auf dem Spielplan sind:

  • Freitag, 14.06. Erlangen (Neustädter Kirchplatz bis Rathaus), Anpfiff: 16 Uhr
  • Samstag, 15.06. Würzburg (Bahnhofsvorplatz bis Unterer Markt), Anpfiff: 11 Uhr
  • Dienstag, 18.06. München (Ort/Zeit: n.n./15:00 Uhr)

Weitere Demo-/Aktionsorte folgen noch.

Rückblick: Letztes Jahr gingen am 23.09.2023 bundesweit Menschen für bessere Bildung auf die Straße. In Bayern gab es Demos und Protestaktionen in München, Erlangen und Würzburg. Aufgerufen hatte dazu das Bündnis <Bildungswende jetzt!>, das bundesweit von über 190 Organisationen (allein 47 in Bayern) seit dem gemeinsamen Appell im Juni 2023 unterstützt wird. Die Forderungen der Bildungswende jetzt! sind:

Schule inklusiv und zukunftsfähig machen

  • Ausbildungsoffensive für Lehrer*innen und Erzieher*innen
  • Sondervermögen Bildung und ausreichende Finanzierung
  • Echter Bildungsgipfel auf Augenhöhe 

Details zur Bildungswende jetzt unter: www.bildungswende-jetzt.de

Weitere Informationen hier: Flyer zu den Aktionen und Flyer Bildung braucht Demokratie


22.5.2024
GEW Bayern
www.gew-bayern.de

 

Abgesang auf eine „alte Liebe“

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer

Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber ich bin von Tag zu Tag immer mehr von ihr enttäuscht. Begonnen hat es wohl vor vier, fünf Jahren, d.h. da ist es immer deutlicher zutage getreten. Denn Anzeichen dafür hatte es schon vorher immer mal wieder gegeben. Aber die habe ich nicht so ernst genommen. Jede/r macht mal Fehler. Das muss jedem/jeder zugestanden werden. Auch wenn man für sein Geld eigentlich korrekten Service verlangen können sollte. Naja, letztlich verzeiht man einer „alten Liebe“ so manches.

Dennoch komme ich nicht umhin, festzustellen, dass die Coronazeit ihr wohl massiv zugesetzt hat. Vorher war noch einigermaßen klar: Wenn sie über einen Sachverhalt berichtete, dann geschah das weitgehend sachlich, informativ und meinungsfordernd; selten mal „überwältigend“. Den „Oberen“ gegenüber konnte sie regelrecht fuchtelig werden, sodass die manchmal die Contenance verloren, wenn sie unversehens unter Rechtfertigungsdruck gerieten. Legitimen Druck, versteht sich. Denn Macht und Herrschaft müssen sich legitimieren können in einer Demokratie. Weiterlesen

„Brauchen große gesellschaftliche Kraftanstrengung!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Gesamtstrategie „Fachkräfte für Kita und Ganztag“ des Bundesfamilienministeriums

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt, dass eine große Kraftanstrengung nötig sei, um die Attraktivität der Arbeits- und Rahmenbedingungen in allen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe zu verbessern. „Wir brauchen endlich ein gesamtgesellschaftliches Handeln, wenn es um die Gewinnung und Bindung neuer, dringend gebrauchter Fachkräfte in der Frühen Bildung, Erziehung und Betreuung geht“, sagte Doreen Siebernik, GEW-Vorstandsmitglied Jugendhilfe und Sozialarbeit, in Berlin mit Blick auf die heute vorgestellte Gesamtstrategie „Fachkräfte für Kita und Ganztag“ des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ). „Wenn wir nicht alle Kinder so begleiten und bestmöglich fördern, dass ihnen ein erfolgreicher Start ins Leben gelingt und sie ihren Platz in der Gesellschaft finden, sind die Auswirkungen auf das Wohlergehen der Kinder und damit auf die gesamte Gesellschaft dramatisch.“ Weiterlesen

Wirtschaftsberichterstattung in ARD und ZDF mit Defiziten

Bericht: Otto Brenner Stiftung

Der Umfang der wirtschaftspolitischen Berichterstattung durch ARD und ZDF ist beachtlich: Nachrichtensendungen, Talkshows und Politmagazine widmen rund ein Fünftel ihrer Sendezeit wirtschaftspolitischen Fragen. Allerdings wird die Themensetzung stark von der Bundespolitik getrieben und die Kontinuität und Einordnung der Berichterstattung lassen zu wünschen übrig. Darüber hinaus mangelt es insbesondere den Wirtschaftsmagazinen an Perspektivenvielfalt. Das Publikum wird hier überwiegend als Verbraucher*innen adressiert, der Blickwinkel von Arbeitnehmer*innen spielt kaum eine Rolle. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie „Viel Kraft – wenig Biss. Wirtschaftsberichterstattung in ARD und ZDF“. Die Analyse wird am 21.5.2024 von der Otto Brenner Stiftung (OBS) und dem Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gemeinsam veröffentlicht. Weiterlesen

Wie vertrauenswürdig ist KI wirklich?

Bericht: Universität Duisburg-Essen

Von Kindesbeinen lernen wir, was gut und was schlecht ist, durch unsere Eltern und das soziale Umfeld. Der soziale Austausch über KI-gesteuerte Software wird aktuell immer prägender. Aber sind in den Algorithmen die Normen ethischen Handelns integriert? Und wie beeinflusst KI unser Verhalten? Das erforscht Prof. Dr. Nils Köbis am Research Center for Trustworthy Data Science and Security der Universitätsallianz Ruhr. Er hat die Professur für ‚Human Understanding of Machines and Algorithms‘ an der Fakultät für Informatik der Universität Duisburg-Essen angenommen. … weiter


Quelle: 
www.idw-online.de
www.duisburg-essen.de

 

Inklusion: Welche Stereotype angehende Lehrkräfte mit besonders förderbedürftigen Schüler*innen verbinden

Bericht: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Im Zuge der Inklusion unterrichten Lehrkräfte verstärkt besonders förderbedürftige Schüler*innen. Stereotype Annahmen über diese Kinder und Jugendlichen können beeinflussen, wie die Lehrer*innen mit ihnen umgehen.

Das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation hat jetzt untersucht, wie sich Lehramtsstudierende autistische Schüler*innen und solche mit Down-Syndrom und Lese-Rechtschreib-Störung vorstellen. Unter den angehenden Lehrkräften zeigten sich dabei ausgeprägte Stereotype – unter anderem bezogen darauf, wie kompetent und warmherzig die einzelnen Gruppen sind. Das DIPF will Bildungsangebote entwickeln, um derartigen Verallgemeinerungen entgegenzuwirken. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.dipf.de

 

Weitere Aufstiegsmöglichkeit für Förderlehrkräfte in Bayern

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus meldete am 17.5.2024 in einer Pressemitteilung:

„Ab dem Schuljahr 2024/25 wird es in einem ersten Schritt die Möglichkeit der Weiterqualifizierung zur ‚Förderlehrkraft mit dem Schwerpunkt Sprachförderung‘ geben.“

Förderlehrerinnen und Förderlehrer sind aus der bayerischen Schullandschaft nicht wegzudenken: Gemeinsam mit Klassen- und Fachlehrkräften analysieren sie den Lernstand der Schülerinnen und Schüler, gleichen in Kleingruppen Lerndefizite bei Kindern und Jugendlichen aus oder fördern gezielt besonders leistungsstarke Schüler. Kultusministerin Anna Stolz weiß um den besonderen Wert dieser Arbeit und kündigt an: „Gerade in Zeiten einer stetig wachsenden Heterogenität in der Schülerschaft wird die Arbeit der Förderlehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler tagtäglich individuell fördern und so auch die Klassenlehrkräfte entlasten, immer wichtiger. Insbesondere bei der Sprachförderung nehmen unsere Förderlehrkräfte aktuell eine ganz wichtige Rolle ein. Deswegen ist es mir wichtig, auch attraktive Aufstiegsmöglichkeiten für Förderlehrkräfte zu schaffen. Ab dem Schuljahr 2024/25 wird es daher in einem ersten Schritt die Möglichkeit der Weiterqualifizierung zur ‚Förderlehrkraft mit dem Schwerpunkt Sprachförderung‘ geben.(…)

Förderlehrkräfte an bayerischen Schulen
Förderlehrkräfte nehmen an den Grund-, Mittel- und Förderschulen besondere Aufgaben bei der individuellen Förderung in Kleingruppen, bei der Differenzierung im Klassenzimmer und in besonderen Arbeitsgemeinschaften, die zusätzliche Lernstrategien vermitteln oder musisch-kreative Talente fördern, wahr. Voraussetzung für eine Ausbildung zur Förderlehrkraft ist mindestens der mittlere Schulabschluss. Im Anschluss daran erfolgt eine dreijährige Ausbildung an einem der bayerischen Staatsinstitute für die Ausbildung von Förderlehrkräften, die mit umfangreichen Praktikumsphasen bereits sehr konkret in das spätere Berufsfeld einführt. Im Anschluss folgt ein zweijähriger Vorbereitungsdienst an einer Schule, der professionell von einer Seminarlehrkraft begleitet wird und mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt.“
(Quelle: https://www.km.bayern.de/meldung/kultusministerin-anna-stolz-schafft-weitere-aufstiegsmoeglichkeit-fuer-foerderlehrkraefte)

Weitere Infos zum Berufsweg Förderlehrkraft gibt es hier:
www.lehrer-werden.bayern/fach-und-foerderlehrkraefte/foerderlehrkraft

 

 

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