Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 17: Amok oder Terror? Über das Messer als Tatwaffe

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 17

Amok oder Terror? Über das Messer als Tatwaffe

„Die ‚Paranoia‘,
die eine Form von Hypernormalität ist,
ist eine faschistische Existenzform.“
(David Cooper)

Heute – Samstag, dem 21. November – ist in der Süddeutschen Zeitung ein ganzseitiges Gespräch mit Pete Townshend. Nach dem frühen Tod von Keith Moon und dem Tod von John Entwistle vor rund zwanzig Jahren sind Roger Daltrey und Pete Townshend die letzten beiden Überlebenden von der ursprünglichen Besetzung der Band The Who. Als die Band sich zwischenzeitlich aufgelöst hatte, arbeitete Townshend eine Weile als Lektor in einem Londoner Verlag. „Ich habe es geliebt. Das war die beste Zeit meines Lebens.“ The Who sei ihm stets wie ein vorübergehender, verzichtbarer Teil seines Lebens vorgekommen.

Ich sah sie nach ihrer Wiedervereinigung 1997 in der Frankfurter Festhalle. Da waren es noch drei aus der Gründungszeit. Auf der damaligen Tournee war der Sohn von Ringo Starr, Zak Starkey, Ersatzmann für Keith Moon, den legendären Trommler aus der Stammbesetzung. The Who gehört zur musikalischen Grundausstattung meines Lebens, Substitute, Pinball Wizard, Summertime Blues und You Better You Bet sind Stücke, die ich in mir trage. Es vergeht kein Monat, ohne dass ich nicht wenigsten ein Mal The Who auflege. … weiter

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Götz Eisenbergs Corona-Tagebuch 13: Wir kleinen überspannten Säugetiere

Tagebuch

 

Götz Eisenbergs Corona-Tagebuch 13

Wir kleinen überspannten Säugetiere

Krisen wie die, die wir gerade er- und durchleben, erfassen im Unterschied zu ‚bloß‘ ökonomischen Krisen den Innenbau der Menschen und erschüttern ihre geistige und seelische Grundausstattung. Sie stellen ihre Gewissheiten in Frage und bringen eingespielte Gleichgewichtszustände zum Einsturz. Das kann psychopathologische Reaktionen auslösen.

Ich merke das unter anderem daran, dass mich in der Stadt vermehrt Leute ansprechen, die, um es vorsichtig auszudrücken, auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Vernunft balancieren und im Augenblick Angst haben, abzustürzen. Ich nenne sie in Anlehnung an Woody Allens Stadtneurotiker und im Unterschied zu ihm Stadtpsychotiker. Die äußeren Turbulenzen wirbeln den seelischen Bodensatz der Person auf und setzen einen psychischen Regressionsprozess in Gang, dessen Fallhöhe, oder besser -tiefe ungewiss ist. Das hängt unter anderem von der Festigkeit und Stabilität des Ichs und des gesamten Subjektaufbaus ab. Je labiler ein Mensch ist, desto mehr werden solche Krisen ihn durcheinanderbringen. Der Angstpegel steigt, Panik flackert auf. Die verunsicherten Menschen suchen nach Struktur, Halt und Orientierung. … weiter

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Bild rechts von Michael Schwarzenberger auf Pixabay


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Bei einigen Jugendlichen mit depressiven Symptomen kann eine Schilddrüsenuntersuchung sinnvoll sein

Mitteilung: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Wenn Jugendliche Angststörungen und depressive Symptome zeigen, sollten sie und ihre Eltern beim Kinder- und Jugendarzt nicht vergessen zu erwähnen, wenn Schilddrüsenerkrankungen in der Familie bekannt sind und/oder der Heranwachsende in letzter Zeit Gewicht gewonnen oder verloren hat. Denn in manchen Fällen können die Probleme auch durch eine Störung der Schilddrüsenfunktion verursacht werden. Bei Mädchen können auch verstärkte, abgeschwächte oder unregelmäßige Monatsblutungen auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung hinweisen. … weiter


Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
www.kinderaerzte-im-netz.de

 

Steckbrief: Was versteht man unter einer Sozialphobie?

gsf – Nach Schätzungen leiden in Deutschland  bis zu 10% an sozialen Phobien. Die Sozialphobie gehört zu den Angststörungen. Menschen, die davon betroffen sind, gehen z.B. anderen Menschen aus dem Weg, um sich einer befürchteten Ablehnung zu entziehen. Man hat Angst, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen.

Soziale Phobien beginnen meist in der Kindheit und besonders in der Pubertät. Man geht von 5% bis 10% betroffenen Jugendlichen aus. Lehrkräfte sollten unbedingt Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen sehr genau und so oft wie möglich beobachten und nicht vorschnell das Verhalten sanktionieren. Es könnte eine Sozialphobie mit im Spiel sein, gerade wenn das Verhalten in interaktiven Zusammenhängen mit MitschülerInnen und Erwachsenen bevorzugt zu bemerken ist, z.B. wenn ein/e SchülerIn häufig in der Defensive von anderen attackiert wird oder sich häufig zurückzieht, Angst vor Begegnungen mit Unbekannten hat (z.B. in Zusammenhang mit Betriebspraktika), Probleme beim Aufbau von Freundschaften u.a. mehr.

Zum Thema Sozialphobie gibt es natürlich unzählige Veröffentlichungen. Ich habe anstelle von Büchern aus mehreren Vorträgen zwei ausgewählt. Sie verschaffen in kurzer Zeit einen ersten Einblick ins Thema. Wenn ihr, liebe KollegInnen, weitere gute Vorträge per Film kennt, gebt dem GEW-AN Magazin bescheid. Wir verlinken dann an dieser Stelle weitere Vorträge. 

Im Magazin AUSWEGE gibt es übrigens noch mehr interessante Steckbriefe zu anderen psychozialen Themen: https://www.magazin-auswege.de/tag/steckbrief/

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