Mitteilung: Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) e.V.

Ein klares Votum für die Öffnung von Schulen und Kindergärten nach den Sommerferien gibt ein fachübergreifender Zusammenschluss von sechs Organisationen1 aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Bildung, Erziehung und Ökonomie ab. In einer gemeinsamen Stellungnahme setzen sie sich für eine kontrollierte Wiederaufnahme des regulären Betriebs von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen mit Beginn des neuen Schuljahrs ein – immer unter angemessenen Schutzmaßnahmen vor COVID-19-Erkrankungen. Weiterlesen »

Stellungnahme: GEW Bayern

Am letzten Schultag vor den Sommerferien kündigt das Kultusministerium in einem Schreiben allen Schulen in Bayern das Bestreben an „in das neue Schuljahr in den Präsenzunterricht mit allen Schülerinnen und Schülern gleichzeitig zu starten“. Ein Hygieneplan liegt noch nicht vor. Wie grundlegende Vorgaben des Infektionsschutzes eingehalten werden sollen, ohne Mindestabstand, das gleicht wohl der „Quadratur des Kreises“. Gleichwohl weiß das Ministerium schon sehr genau, wie eine Lehrkraft, die einer Risikogruppe angehört, vorzugehen hat, wenn sie nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann. Weiterlesen »

Ab September soll an den bayerischen Schulen wieder normaler Betrieb herrschen, ohne Mindestabstand, aber mit Hygienerichtlinien. Das ist eines der Szenarien des Kultusministeriums für den Schulanfang 2020/21. Die Infektionslage wird aber auch im Herbst noch äußerst fragil sein. Weiterlesen »

02. Juli 2020 · Kommentare deaktiviert für „Politik muss Hygienestandards an Schulen sicherstellen“ · Kategorien: Arbeitsplatz, Bildung und Soziales, Unterricht und Erziehung · Tags: , ,

GEW stellt Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zur Hygiene an Schulen vor

Frankfurt a.M. – „Die Corona-Pandemie hat die Hygienemängel an Schulen aufgezeigt und Versäumnisse deutlich gemacht“, erläuterte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage am Mittwoch in Frankfurt a.M. 71,2 Prozent der Befragten teilten die Einschätzung, dass die hygienische Grundausstattung an Schulen vor der Corona-Pandemie durch die Politik vernachlässigt wurde.


Die repräsentative CIVEY-Umfrage im Auftrag der Bildungsgewerkschaft GEW zeige Versäumnisse der Politik und den Wunsch nach besseren hygienischen Bedingungen an Schulen auf – auch über die Corona-Pandemie hinaus. Tepe sagte: „Für die Befragten ist das Thema Hygiene an Schulen nicht auf die Corona-Pandemie beschränkt. 79,2 Prozent denken, dass die Schulen in ihrem Bundesland auch über die Pandemie hinaus stärker auf die hygienischen Grundvoraussetzungen achten sollten.“

Tepe stellte zudem klar: „Die Schwierigkeiten der Schulen, während der Corona-Pandemie Hygiene und Infektionsschutz sicherzustellen, kamen nicht überraschend. Sie sind eine Folge jahrzehntelanger Vernachlässigung des Bildungssektors, auf die wir die politisch Verantwortlichen immer wieder hingewiesen haben. Marode Schulen sind ein Skandal!“

Inzwischen sei im Bildungssektor ein Investitionsstau in Höhe von 43 Milliarden Euro allein bei den Kommunen entstanden, der nicht zuletzt durch dringend renovierungsbedürftige Sanitäranlagen deutlich werde, kritisierte die GEW-Vorsitzende. „Spätestens jetzt muss die Politik aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und die Kommunen gut ausstatten. Das müssen die Kinder uns wert sein. Gute hygienische Bedingungen sind wir ihnen schuldig!“ Um dies zu erreichen, so Tepe, müsse auch bei der Gebäudereinigung und Instandhaltung dringend gegengesteuert werden: „Statt Outsourcing brauchen wir auch in der Gebäudereinigung gute Arbeitsverhältnisse und ausreichend Personal. Jetzt ist die Zeit, sich darum zu kümmern.“

Die GEW-Vorsitzende warnte vor Einschnitten in die Haushalte der kommunalen Schulträger aufgrund der Belastungen durch die Corona-Pandemie. „Bund, Länder und Kommunen müssen gemeinsam dafür sorgen, dass endlich genügend in unsere Schulen investiert werden kann.“

Info: Das Meinungsforschungsunternehmen CIVEY hat im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 5003 Personen zwischen dem 25. und dem 27. Juni 2020 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren und nach Bundesländern differenziert. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 Prozent.

Ergebnisse im Diagramm – zum Vergrößern bitte anklicken!


2.7.2020
Ulf Rödde
Pressesprecher
GEW-Hauptvorstand
www,gew.de

 

01. Juli 2020 · Kommentare deaktiviert für Abschlussprüfungen an den Schulen: GEW Bayern kritisiert Durchbrechung der Quarantänevorschriften durch Regelung des Kultusministeriums · Kategorien: Arbeitsplatz, Bildung und Soziales · Tags: , , ,

Mit großer Bestürzung nimmt die GEW Bayern den „Hygieneplan zur Einhaltung des Infektionsschutzes an bayerischen Schulen“ vom 19. Juni zur Kenntnis. Dort wird ausgeführt, wie beim Auftreten einer Corona-Erkrankung bei Schüler*innen oder Lehrer*innen in Abschlussklassen während der Prüfungsphase verfahren werden soll. Die gesamte Klasse bzw. der Jahrgang wird zwar auf SARS-CoV-2 getestet, allerdings darf die Quarantäne zur Teilnahme an den Prüfungen auch ohne vorliegendes Testergebnis unterbrochen werden. Die einzige Auflage ist ein Sicherheitsabstand zu den anderen Personen von mehr als zwei Metern. Weiterlesen »

Bildungsgewerkschaft GEW zu Vereinbarungen der KMK: „Vollmundige Versprechungen nicht hilfreich“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gemahnt, dass Kultusministerkonferenz (KMK) und Länder die Zeit bis nach den Sommerferien nutzen müssen, um die Schulen auf eine schrittweise Wiederöffnung vorzubereiten und sie zu unterstützen. Die Bildungsgewerkschaft warnte für „vollmundigen Versprechungen und einem Wetteifern um die schnellste und weitestgehende Öffnung von Schulen“. „Wir brauchen dringend – auch vor Ort – Runde Tische mit Vertretungen der Lehrkräfte, Eltern und Schüler sowie aus Medizin und Bildungswissenschaft, um bestmögliche Lösungen zu entwickeln und die Interessen aller an Schule Beteiligten weitgehend zu berücksichtigen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag mit Blick auf die gestrigen Entscheidungen der KMK. Hygiene- und Abstandsregeln, pädagogische Konzepte und digitale Ausstattung der Schulen seien die drei zentralen Themenfelder, die jetzt geklärt werden müssten. Weiterlesen »

03. Juni 2020 · Kommentare deaktiviert für Keine Harakiri-Schulöffnungen: Kritik an Hygienezuständen · Kategorien: Meinungen und Kommentare · Tags: ,

Ates Gürpinar, Landessprecher der bayerischen LINKEN, sieht weitere Schulöffnungen in Bayern an Bedingungen geknüpft:

„Die Kultusminister der Länder diskutieren vor allem über Dinge wie Klassengrößen und eventuelle Präsenzphasen. Insbesondere in Bayern werden allerdings die Hygienezustände außer Acht gelassen. Wie aus einer Umfrage der bayerischen Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hervorgeht, ist der Gesundheitsschutz faktisch nicht möglich. Laut der Umfrage sei der Arbeits- und Gesundheitsschutz zwar überall Thema, gleichzeitig fehlt es in einem Viertel der Schulen an Wasser, Seife und Papierhandtüchern. Das sind unhaltbare Zustände. Das sind ja keine Luxusprodukte und notwendiger als Aiwangers Wischmopp-Schwäche. Es helfen die besten Abstandsregelungen nichts, wenn die Sanitäreinrichtungen regelrechte Virenherde sind. Die Regierung muss gewährleisten, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte geschützt sind.“


29.5.2020
www.die-linke-bayern.de