Solidarität statt Spaltung – Gemeinsam gegen Rassismus und Ausgrenzung
Stiedl: „Die Mehrheit der Gesellschaft will keine Politik der Spaltung. Sie steht für Vielfalt, Solidarität und Demokratie.“
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März mahnte der DGB Bayern zu einem entschlossenen Eintreten gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung. „Unsere Gesellschaft steht vor der Herausforderung, sich gegen die zunehmenden Spaltungsversuche von rechts zu behaupten. Es darf keinen Zweifel daran geben: Mit rechten oder rechtsextremen Parteien darf es keinerlei Zusammenarbeit geben – weder direkt noch indirekt“, erklärt Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern.
Die Ereignisse der vergangenen Monate, bei denen ein Antrag zur Migrationspolitik im Bundestag nur mit Unterstützung der AfD beschlossen wurde, haben gezeigt, wie schnell demokratische Grundsätze ins Wanken geraten können. „Solche Vorgänge dürfen sich nicht wiederholen“, betont Stiedl. „Wer mit einer Partei gemeinsame Sache macht, die für ihre demokratiefeindlichen und rassistischen Positionen bekannt ist, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergräbt die Werte unserer Demokratie.“ Weiterlesen
Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW und 21 weitere Organisationen kritisieren die Bundesregierung für mangelnde Anstrengungen im Kampf gegen den Rassismus. Zur Tagung des UN-Ausschusses zur Beseitigung rassistischer Diskriminierung stellen die Organisation fest, dass in Deutschland kein hinreichender Schutz vor rassistischer Diskriminierung besteht. Auch im Gesundheitsbereich kommt es zu systematischer Benachteiligung.
Innerhalb der internationalen Wochen gegen Rassismus der Stiftung gegen Rassismus veranstaltete die Mittelschule in Dietenhofen einen Praxistag. Frau Sterner (Caritas Kreisstelle Herrieden) als Ideengeberin organisierte tatkräftige Unterstützung vom Verein Miteinander und Ehrenamtlichen.
Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) an der Goethe-Universität hat am 19.10.2022 unter dem Titel „Rassismus im Alltag“ eine weitere Ausgabe in der Reihe „Praxisperspektiven“ veröffentlicht. Die Illustratorin und Autorin Soufeina Hamed veranschaulicht darin mithilfe von Comic-Kurzgeschichten Formen von Alltagsrassismus.
„Rassismus wirksam bekämpfen“ will der DGB. Die Bundes-GEW spricht von „Rassismus“, der „allgegenwärtig“ ist, sie will „über Erscheinungsformen, Ursachen sowie Auswirkungen“ aufklären. Der LV Bayern schreibt zu dem Thema: „Nationalistische und rechtspopulistische Bewegungen erstarken, rassistische Hetze und Gewalt … nehmen zu“. Rassistisch motivierte Gewalt geht mit „Ausgrenzung“ einher und hat z. T. brutale „Folgen“, „214 Todesopfer“ sind seit 1990 (amadeu-antonio-stiftung.de 12/21) zu beklagen. Auch im LV HH ist „Rassismus“ und seine Antipode ein Schwerpunkt. Der „Bleiberechtsausschuss“ – jetzt „LAMBDA“ – sagt u. a. „Rassismus und Rechtsentwicklung“ den Kampf an.