Wo Bildung endet, beginnt Extremismus

Die Bundesschülerkonferenz fordert Reform des Unterrichts!

Mitteilung: Bundesschülerkonferenz

Hakenkreuze, Hitlergrüße und Hetzparolen – was wie aus längst vergangenen Zeiten klingt, ist für viele Schüler*innen in Deutschland trauriger Alltag geworden. Rechtsextreme Vorfälle nehmen zu – und das nicht irgendwo, sondern direkt in unseren Klassenzimmern. Laut einer Auswertung des Stern stiegen die Fälle in Sachsen-Anhalt um erschreckende 150 %, in anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern ebenfalls deutlich. Brandenburg meldete im Jahr 2024 sogar 336 rechtsextreme Taten an Schulen – ein trauriger Höchstwert!
Diese Entwicklung darf nicht einfach hingenommen werden. Die Schule muss ein sicherer Ort der Aufklärung, des demokratischen Lernens und der aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart sein. Als Bundesschülerkonferenz sagen wir deswegen klar: Wir schauen nicht weg. Wir fordern entschlossenes politisches Handeln, echte Aufklärung und eine Schule, die sich gegen jede Form von Hass und Menschenfeindlichkeit stellt. Weiterlesen

Schule für heute und morgen

Rezension von Detlef Träbert

Haben Sie auch den Eindruck, die Anforderungen an den Lehrerberuf hätten sich in den letzten 10, 20 Jahren weit mehr gewandelt als die Schule? Wissensbestände veralten immer rascher und die „Halbwertszeit des Wissens“ beträgt in manchen technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen nur noch zwei Jahre. Was macht das mit Schule? Wird sie damit immer unwichtiger und wertloser? Dr. phil. Stefan Braun, Lehrer für Sek I und II sowie Schulentwicklungsbegleiter und Autor, hat zu diesem Themenkomplex ein schlankes Essay vorgelegt, dessen Lektüre sich absolut lohnt. Sein „Plädoyer für eine Schule der Möglichkeiten“, so der Untertitel, beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Schule in heutiger und künftiger Zeit noch spielen kann – angesichts von immer rasanterem Fortschritt, der Möglichkeiten von KI und der wachsenden Unklarheit darüber, welche Schlüsselqualifikationen heutige Kinder für die Bewältigung der Zukunft brauchen werden. … weiter

 

Klima im Klassenzimmer

Mitteilung: Stiftung Kindergesundheit

Das Grundschulprogramm „DIE RAKUNS – Das gesunde Klassenzimmer“ der Stiftung Kindergesundheit und IKK classic startet innovatives Umweltmodul für Grundschulen.

Das preisgekrönte Schulprogramm „DIE RAKUNS – Das gesunde Klassenzimmer“ führt ab Anfang Mai 2025 neue digitale Lernmaterialien ein. Grundschulkinder in ganz Deutschland können ihre Umweltkenntnisse mit neuen Materialien vertiefen und lernen, wie sie aktiv zum Schutz unseres Planeten und der eigenen Gesundheit beitragen können.

Wie entsteht Wasser – und Luftverschmutzung? Warum sind Tiere und Pflanzen wichtig für unsere Umwelt und unsere Gesundheit? In den neuen Lerneinheiten für die Klassenstufen 1 und 2 werden wichtige Umweltthemen wie Luftverschmutzung, Wasserverbrauch und Lebenskreislauf der Pflanzen und Tiere anschaulich und altersgerecht behandelt. Durch die spielerische Einführung über den RAKUNS Comic und vielfältige Unterrichtsmaterialien wie Auftragskarten, Arbeitsblätter und Informationstexte soll das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Weiterlesen

Schule und Migration: Neue Materialien für Eltern und Lehrkräfte

In Deutschland ist der Bildungserfolg der Kinder stark von der Unterstützung durch die Eltern abhängig. Wie vor diesem Hintergrund die Kommunikation zwischen Schule und Eltern verbessert werden kann, hat das Projekt „Inklusive Schule-Eltern-Kommunikation in der Migrationsgesellschaft“ untersucht.

Das Projekt wurde von Februar 2023 bis April 2025 von einem Forschungsteam unter der Leitung von Yasemin Karakaşoğlu, Professorin für Professorin für Bildung in der Migrationsgesellschaft/Interkulturelle Bildung, und Dr. Dita Vogel, Senior Researcher am Arbeitsbereich Bildung in der Migrationsgesellschaft im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften, durchgeführt. Sie arbeiteten mit neun Schulen aus ganz Deutschland und einem bundesweiten migrantischen Elternnetzwerk zusammen, um zu identifizieren, welche Probleme die Beteiligten in der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus sehen und anschließend innovative Materialien zur Bearbeitung dieser Herausforderungen zu entwickeln. Weiterlesen

So wird das Programmieren in der Schule kinderleicht

Wer mit Fynn Mazurkiewicz (Teamleitung) und Johanna Tolzmann (Didaktischer Kopf und Geschäftsführerin) von IT4Kids spricht, spürt, wie die beiden für ihr großes Herzensthema brennen. Der Initiative geht es darum, Kindern spielerischen Zugang zur digitalen Bildung zu ermöglichen. Und das bereits ab der Grundschule! Seit kurzem unterstützt auch die Klaus Tschira Stiftung das Projekt. Ziel der Förderung ist es, das Angebot „Programmieren im Schulalltag“ in ganz Deutschland auszurollen und damit dem Ganzen noch mehr Wirkkraft zu verleihen. Weiterlesen

Bundesschülerkonferenz fordert verpflichtende Gedenkstättenbesuche!

Erschütternde Zahlen – Zu wenig Schüler*innen kennen den Holocaust

Mitteilung: Bundesschülerkonferenz
 
Aktuelle Zahlen zum Wissen über den Holocaust sind erschreckend. Ganze 12% der 18 bis 29–Jährigen in Deutschland wissen laut einer Umfrage der Jewish Claims Conference nicht einmal von seiner Existenz.

Dieses Ergebnis kann nicht ohne Konsequenzen verbleiben. Wir fordern mindestens einen verpflichtenden Besuch von Schüler*innen in Konzentrations– oder Vernichtungslagern während ihrer Zeit in der weiterführenden Schule. Außerdem sollen Gedenktage zum Nationalsozialismus in Schulen mehr Aufmerksamkeit erhalten. Heute, am Holocaust–Gedenktag, sollten wir verstärkt auf unsere aktuelle Lage blicken, uns an die Opfer dieses schrecklichen Verbrechens erinnern und uns entschlossen dafür einsetzen, diese Geschichte nie zu wiederholen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung soll gemeinsam mit der Beauftragten für Kultur und Medien mehr Unterstützung, insbesondere finanzieller Art, für Gedenkstättenbesuche von Schulen zur Verfügung stellen, um die Bildungsarbeit dort zu verbessern. Weiterlesen

Schule ohne Druck? Deutschlands spannendster Schulversuch

FilmSchule ohne Stress und Druck. Frank Seibert blickt hinter die Kulissen von Deutschlands spannendstem Schulversuch an der staatlichen Universitätsschule Dresden:

Keine festen Klassen, keine Hausaufgaben, keine Noten. Das Fach und die  Lernziele legen die SchülerInnen selbst fest. Auch der Zeitaufwand wird kalkuliert und hinterher überprüft, ob der angemessen war.
Eine Tafel gibt es nicht mehr. Jeder/r SchülerIn besitzt ihr eigenes Laptop. Mappen und Bücher bleiben in der Schule. Wie soll das alles gehen?

Der Film ist verfügbar bis 29.04.2029.

Dauer: 44 Min.

zur Filmseite bei ARD-Wissen /SWR


Weitere Informationen:

Die Kommunikationsmanagerin vom Projekt Universitätsschule Dresden, Frau Maria Neuland Agüero, hat uns noch eine Reihe von links zur Universitätsschule geschickt. 

Es sind Links zum begleitenden Forschungsprojekt an der TU Dresden tu-dresden.de/gsw/unischule und zur Schulwebseite universitaetsschule.org

Interessierte Leserinnen und Leser können sich weiter über das Projekt informieren. In den Kalendern auf beiden Webseiten finden sich aktuelle Ausstrahlungstermine im Fernsehen. Der nächste ist am 22. März 2025 um 18:45 Uhr im BR Fernsehen. 

Alle Links:
tu-dresden.de/gsw/unischule
universitaetsschule.org
facebook.com/unischuleTUD
instagram.com/unischuleTUD
youtube.com/unischuleTUD
linkedin.com/unischuleTUD

 

 

Spurenfinder im Getümmel – Begriffsverwirrung dient PopulistInnen

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer

Einer der zurzeit am schillerndsten daher kommenden Begriffe ist der Begriff „Faschismus“. Es ist ein dienlicher Begriff, weil er den VereinfacherInnen im Politik- und Gesellschaftsbetrieb Differenzierungen erspart und damit eine ungeahnte Interpretationsbreite bietet, mit der unterschiedliche Absichten verfolgt werden können, indem auf unser meist wenig genaues Geschichtswissen gebaut wird: Mobilisierung von Halbwissen zur Hassproduktion, Diffamierungspotential im Umgang mit dem politischen Gegner, Verstetigung von Freund-Feind-Schemata, Geschichtskeule zur „Vergewisserung“, auf der richtigen Seite einer Auseinandersetzung zu stehen, Befreiungshilfe vom eigentlich notwendigen Dialog uvm. Zugleich scheint mir offensichtlich, dass die Faschismusvergleichenden oft selbst nicht unbedingt mehr wissen als Elfriede und Otto Normalverbraucher, aber so tun als ob… Der Zweck heiligt die Mittel! … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

 

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