GEW Bayern zum alten und neuen Schuljahr: „Wir sind in Sorge um die Bildung.“
Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Fachkräftemangel, Klima- und Energiekrise, Coronakrise, Flüchtlingskrise – und alles endet in einer beispiellosen Bildungskrise. Leidtragende sind vor allem Kinder und Jugendliche. Ihre Bildungschancen verschlechtern sich zusehends. Der Landesverband Bayern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) blickt deshalb mit großer Sorge auf die Zukunft.
Im kultusministeriellen Schreiben vom 25.07.2022 an die Bezirksregierungen wird deutlich, was auf die Schüler*innen im neuen Schuljahr an Grund-, Mittel- und Förderschulen zukommt. Es wird von „konsequenter Fokussierung auf Kernaufgaben der Schule“ gesprochen, das Ziel sei eine „solide und belastbare Unterrichtsversorgung“. Notwendig werde eine „regionalspezifische Ausbalancierung von angespannten Personallagen“. Was das konkret bedeutet, wird schnell klar. Das Ministerium schlägt ein einschneidendes „Streichkonzert“ vor:
Differenzierungsstunden streichen, Arbeitsgemeinschaften streichen, Kooperation Kindergarten/Grundschule streichen, Schulentwicklungsmoderator*innen streichen, Beratung „Digitale Bildung“ streichen, Maßnahmen zur individuellen Förderung streichen, DeutschPlus streichen, Klassen vergrößern – es geht darum, mit allen Mitteln lediglich die Stundentafel aufrechtzuerhalten. Weiterlesen
Die Sommerferien beginnen und damit auch die Reisezeit. Viele Familien machen sich auf den Weg ans Meer, ins Grüne oder in die Berge. Doch Vorsicht: Wer sich ungeschützt in die Sonne begibt, riskiert gutartige und bösartige Erkrankungen am Auge, die bis zum Sehverlust führen und das Leben bedrohen können. Besonders empfindlich für Schäden durch UV-Strahlung sind die Augen von Kindern und Jugendlichen, warnen Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Sie klären auf, wie man sich richtig verhält, worauf bei UV-Index und Sonnenbrille zu achten ist und welchen Einfluss die Umgebung hat. …
Der Frage, ob Krippen bei den Kindern wie beabsichtigt Stimulation oder doch eher Stress erzeugen, ist Prof. Dr. Rahel Dreyer, Professorin für Pädagogik und Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre an der ASH Berlin, bereits vor der Pandemie in einer Studie zum Wohlbefinden von Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr in Kindertageseinrichtungen (StimtS) (https://www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte-a-z/stimts/) nachgegangen. 20 Prozent der 140 Kinder aus 35 verschiedenen Berliner Kindertageseinrichtungen zeigten während der Beobachtungen im Kitaalltag deutliche Anzeichen von Anspannung, Teilnahmslosigkeit und Niedergeschlagenheit oder traten kaum in sozialen Kontakt mit den Fachkräften oder anderen Kindern. Dabei lag die formale Qualität fast aller teilnehmenden Einrichtungen sogar im mittleren bis guten Bereich. …
Weltweit werden laut UNICEF 160 Millionen Mädchen und Jungen durch Kinderarbeit grundlegende Rechte vorenthalten und ihre Chance auf eine bessere Zukunft zerstört. Fast die Hälfte der betroffenen Kinder arbeitet unter gefährlichen Bedingungen. Bereits vor der Covid-Pandemie waren die Fortschritte beim Kampf gegen Kinderarbeit ins Stocken geraten. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie könnten nach Schätzungen von UNICEF und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) neun Millionen weitere Mädchen und Jungen bis Ende dieses Jahres in Kinderarbeit gedrängt werden. …