Eine Lanze fürs Querdenken
Eine Kolumne von Jürgen Scherer
Es war zu Ritterzeiten nicht unüblich, dass ein edler Ritter für die Gunst einer begehrten Dame im Zweikampf zu Pferde eine Lanze brach. Auch wenn ich nicht auf hohem Ross daher kommen mag, will ich mit spitzer Feder in dieser Kolumne eine Lanze für die Querdenkerei brechen. Wohlan!
Die Querdenkerei wurde, wie allgemein erinnerlich, während der Coronajahre als vom Teufel kommend von unseren damals verantwortlichen PolitikerInnen und Hauptmedien mit Vehemenz an den Pranger gestellt. Seither ist dieser Begriff geradezu zu einem Unwort verkommen. Wer ihn hört, verbindet mit ihm sofort ein mit Kopfschütteln verbundenes „Igitt“.
Das ist schade, liegt aber insoweit auf Linie, als Querdenker im Laufe der Geschichte immer mal wieder mit Skepsis oder gar mit Unglauben angesehen und tatsächlich auch verfolgt wurden. Andererseits wurden sie danach oft rehabilitiert und letztlich sogar in den Kanon der Berühmtheiten aufgenommen.
Machen wir also ein paar willkürliche Griffe in die Schatzkiste der Querdenkerei. … weiter
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Die Verabredung in Samarra
Tage der Kommune
Wahlprozess in den USA einen halbwegs glimpflichen Ausgang zu finden. Bleibt abzuwarten, was Trump noch an vergifteten Pfeilen im Köcher hat. Narzissten seines Kalibers treten nicht einfach so zur Seite und verschwinden lautlos und übergeben das Weiße Haus besenrein an ihren Nachfolger. Sie haben eine Tendenz, ihren Abgang in ein großes finales Feuerwerk zu verwandeln. Ich sagte das bereits verschiedentlich. Was bleibt, ist die Tatsache, dass Trump von über siebzig Millionen Amerikanern und Amerikanerinnen zum zweiten Mal gewählt worden ist. …